Eine weibliche Putte geformt mit Plastilin von Johannes Wössner im Oktober 2016 Bild Nr. 122, Originalplastik 10cm
Martin Luther schlug seine Thesen vor 500 Jahren an die Tür und verkündete seine Bilderabstinenz. Als Gegenbewegung entwickelte sich der Barock verschnörkelt und überladen z.B. wurde das Blut so gemalt, dass heute noch niemand an der Echtheit zweifelt. Engel wurden zum Leitbild katholischer Frömmigkeit. Sie beruht auf der Idee, dass zwischen Mensch und Gott keine direkte Kommunikation möglich ist, sondern es Zwischeninstanzen bedarf. Diese Vermittler waren Engel. Das Bild vom kindlichen, geschlechtslosen Barockengel prägte lange die Vorstellung. Die Interpretation dessen was ein Engel ist, ist wandelbar. Eine Steigerungsform ist die Putte, sie besteht nur aus Kopf und Rumpfansatz mit Flügel. Bei Wössner hat die Putte durch weibliche Brüste wieder einen Bezug zur Menschlichkeit erreicht. In dieser Beschreibung wurden Worte von Manfred Becker-Huberti , Theologe, verwendet, Experte für religiöse Volkskunde (Südkurier Nr. 252 – 29.10.2016).
Am kürzesten Tag im Winter scheint die Sonne nicht so lange wie im Sommer jedoch wirkt sie weit tiefer in den Raum als am längsten Tag. Im Wohnraum kommt man um den Kaminblock nicht herum ohne ihn als Mittelpunkt wahrzunehmen! Der wesentliche Aspekt ergibt sich aus der Gaubengestaltung. Der ausladende Gaubenfirst dient dem konstruktiven Wetterschutz, der Schutz vor Bewitterungseinflüssen, zum Beispiel vor dem Regen. Durch die abgeschrägten Dachüberstände wird die Fassade nur bei Schlagregen nass. Die konische Gaubengestaltung ist geprägt vom Verlauf des Ortgangs. Er beginnt am äußersten Gaubenfirstpunkte und endet am Schnittpunkt des Pfettenauflagers. Die Gauben verleihen den dahinterliegenden Räumen somit sonnengeschützte Helligkeit und vermitteln ‚optische Leichtigkeit‘ durch die filigrane Gaubenkon-struktion. So gab es viele Details zu skizzieren bis die Werkplanung auf unserem Zeichentisch fertig war, so der Innenarchitekt und Entwurfsverfasser Dipl.-Ing. Johannes Wössner.
Konstruktiver Klimaschutz bis hin zur Einliegerwohnung mit wärmegedämmten Balkonkragplatten und Dachvorsprüngen, südlich abgeschleppt bis ins UG.
Der offene Grundriß, die fließenden Übergänge zwischen den einzelnen Wohnbereichen ist eine konsequente Architektur, die hier in einer gesteigerten Intensität anzutreffen und wohl kaum noch zu überbieten ist. Wie das alles funktioniert läßt sich sehr schnell nachvollziehen, steht man vor der Villa und entdeckt zuerst die dicken Außenwände mit 49 cm quereingebauten Ziegel-steinen dem Willen des Bauherrn gehorchend monolithisch auf die Forderungen der Bauphysik zu antworten und auf Wärmedämmung an der Fassade ganz zu verzichten. Das ist der Grund der Massivität, nicht der Festungsgedanke und das Streben nach Sicherheit! Äußerlich besticht die ‚Dachlandschaft‘ mit der aufwändigen Biberschwanz-Doppeldeckung mit den zahlreichen Kehlen, Firsten und Ortgängen, eine wahre Meisterleistung der Bauausführung! Dieses Gebäude, eine Villa (aufwändiges Einfamilienhaus), erinnert mit seinem Zu-gangsturm und monumentalen Erscheinungsbild an eine Burg, wie sie ganz in der Nähe anzutreffen ist, aber es ist die Verwendung naturnaher Baustoffe!
Die Vielseitigkeit in der konkreten Bauausführung beruht darin, dass Wössner zahlreiche Kurse und einschlägige Seminare besucht hat, die Themenliste ist lang: Lehmbau des Grundofens. Verwendung von Schamottemörtel Fa. Rall in Echterdingen, Schulung bei Fa.Everst Anlagekomponenten u.v.m. Die ökologische Bewegung machte es erforderlich, wegzukommen vom Kachelofen konventioneller Art hin zu Gesamtlösungen in der häuslichen Anlagentechnik. Die Schulungen betreffen nicht mehr handwerkliche Inhalte, sondern sind bis heute geprägt durch Themen wie: die bedarfsgeführte Wohnungslüftung, Produktlösungen, technische Innovationen für Energieeffizienz und Klimaschutz usw. Heute werden die einzelnen Energieerzeuger zusammengeschlossen und automatisch geregelt ? immer so dass zu jedem Augenblick effizient Eigenverbrauch und Netzeinspeisung geregelt wird. Mit diesem Know how und dem Erfahrungsschatz konnten alle Aufträge zur Zufriedenheit aller am Bau Beteiligten abgearbeitet werden. Bei den Baustoffen ist man vom teuren Beton weggekommen hin zur Holzverwendung. Das hier dargestellte ‚Ärztehaus bei Hannover‘ wurde schon vor 20 Jahren gebaut wie es heute in den Medien propagiert wird?
Hinterlüftete PV-Anlage mit Revisionssteg, Teich zur Bewässerung der PV-Anlage Grauwassernutzung Winter- und Sommergarten mit temporärer Verschattung Solarthermie zur Brauchwasser-Erwärmung
Wössner plant seit der Bürogründung 1981 zukunftsorientiert und energieeffizient! Beispiel aus der ersten Schaffensperiode ein ‚Ärztehaus bei Hannover‘ : Von der bisher üblichen monolithischen Bauweise wird das Streben nach preisgünstigen Bauwerken immer wichtiger, z.B. eine Holzskelettbauweise. Das Gebälk wird aus gegenläufig verleimten Holzbrettern zu formstabilem Konstruktionsholz.
Diese Bauweise erlaubt eine regenfreie Baustelle nach Herstellung der Dachhaut! Dämmstärken von mehr als 40 cm am Dach ergeben hervorragenden sommerlichen und winterlichen Wetterschutz. Das Achsmaß beträgt 125cm hohe Spannweite sind erwünscht. Der Holzskelettbau ist filigran und preiswert!
Schon in der ersten Planungsstufe (Vorplanung) wird mit 3D visualisiert
Virtual Reality und tatsächliches ErscheinungsbildIn der energetischen Betrachtung bezüglich der ENEV wird die Gebäudetechnik und die Anlagentechnik unterschiedlich bewertet. Zusammen ergibt es den Primärenergiebedarf. Die Kachelofenluftheizung gehört der Vergangenheit an.
Es könnte in jedem Wohnraum eine behaglichksfördende Maßnahme so zum Beispiel, ‚feel the flame‘ des wodke Elelektrokamin eingebaut werden. Diese Wohlfühlwärme wird elektrisch geregelt mit Fernbedienung. Zur Installation genügt eine einfache Steckdose. Ohne Heizfunktion werden gerademal 20 Watt im Flammenmodus verbraucht, 2000 W/h bei Heizbetrieb. Das ist jedoch nicht die haustechnische Gesamtlösung, ideal bei Fußbodenheizungen. Die über keine spontane Anhebung der Raumtemperatur verfügen ? eine Ergänzungsheizung mit Strahlungswärme? Die Wärme und das Heizen der Zukunft erfordern das Zusammenspiel verschiedener Energien für ein ganzheitliches und nachhaltiges Wärmeversorgungssystem.
Wie hier im beispielsweise gezeigt gibt es die Lösung A, B oder C. Energieeffizient werden nachfolgend genannte diverse Energielieferanten miteinander nachhaltig kombinierbar, sog. Hybridsysteme (Mischbetrieb konventioneller Heizanlagen mit Solartechik).
Lösung A: aus Gas wird Strom? Innovative Brennstoffzellen-TechnologieLösung B: Wärme aus verschiedenen Quellen? HybridheizungLösung C: Buderus systemoptimiert und kompakt?
Die Wärmeverteilung geschieht im Fußboden, in der Decke mittels Kanälen. Die Anlage kann im Umluftbetrieb alle Räum behaglich erwärmen, so daß eine angenehme Fußwärme entsteht im Sommer wie im Winter. Thermostatische Regelung im Umluftbetrieb.
Die Zuluft wird in Kanälen geführt aus Titanzinkblech 5x10cm.Die einfachste Lösung einer Umluftanlage ist die Wärmerückgewinnung (WRG) mit Kreuzstromwärmetauscher.
Die Wärmerückgewinnung wird ergänzt durch eine Hauptanlage, individuell gefertigt, bestehend aus Titanzinkblech! Zur Aufnahme von Schalldämpfer, Mehrfachfilter, Wärmetauscher, drehzahlgesteuerter Ventilator und Regelungseinheit. Hier Umluftverteiler für ein dreigeschoßiges Gebäude.
Individuelle Lösung im Ärztehaus bei Hannover, die Firstpfette erhält eine Unterspannung, daran wird das Umluftrohr aus Edelstahl befestigt.
Ausführungsdetail Abluft unterhalb der DeckeAusführungsdetail Zuluft im Fußboden verlegt
Earthrise (Erdaufgang), so heißt eines der berühmtesten Bilder der Nasa
Bild mit Plakatfarben, 38 cm x 48 cm, am 20.07.2019 von Johannes Wössner gefertigt Die Apollo-Missionen vor 50 Jahren waren die Geburtsstunde der ökologischen Bewegung. Fast alle Menschen wissen heutzutage, dass wir unsere Erde Kaputtmachen: Aber warum tut kaum jemand was?
Das Trio der drei Skulpturen steht für die Ära Pfarrer Karl Steible, der pastorale Seelsorger und Pater Jakobus Wössner S.J. der gerne von der Kanzel predigte. Beide mit einer grossen Ausstrahlung und Charisma. Beide im Leben verwurzelt in tiefer Glüubigkeit und in Gottesliebe miteinander verbunden.
Zitat Johannes Wössner.
Die Grabanlage Wössner besteht aus zwei Skulpturen, einem Kreuz mit einem Kreis davorgesetzt, der aber nicht geschlossen ist gemäss dem R M. Rilke Gedicht ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen-ob-ich den letzten vielleicht nicht vollbringe -aber versuchen will ich ihn!
Eine Metapher auf den plötzlichen Tod des Verstorbenen.
Ich lebe mein Leben…
R.M.Rilke
Ich lebe mein Leben in
wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.
Ich werde den letzten
vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Die Weihwasserstele ist geprügt durch einen Schriftzug, der ein Rilke-Gedicht enthült. Die Schrift ist zwischen den Buchstaben ausgeschnitten, so dass die Stele beim einstellen einer Kerze wie eine Laterne leuchtet. Im oberen Bereich ist eine Weihwasserschale eingebaut, die von der Kerze warm gehalten wird und das Vorratswasser nicht eingefrieren kann.
Johannes Wössner bei der Bearbeitung der Stele als Wachsform im Atelier der Firma Strassacker in Süssen, diese Stele wird im Ausschmelzverfahren zum Bronzekunstguss.
Wössner hat angeregt mit den vorhandenen Grabplastiken einen Skulpturengarten für den Vorplatz zur Alten Marienkirche zu erklären!
Als Motiv wurde ein Tuch über das Kreuz gelegt als Symbol für die Verstorbene, die im Leben eine Schneiderin war.
Die Grabplastik ist 1990 entstanden.
Die Konfiguration der Grabanlage besteht aus einer Vorder- und einer Rückseite.
Auf der Vorderseite stehen alle persönlichen Daten, auf der Rückseite ist ein Bibelspruch zu lesen:
Wer an mich glaubt
wird leben
auch wenn er
gestorben ist
Neu ist an dieser Grabgestaltung, dass es auch eine gestaltete Rückseite gibt.
ALU-Kunstguss
Gefertigt von Johannes Wössner